Einladung zum 13. Arbeitstreffen

Montag, 9. März 2015 um 19 Uhr in der VHS Kastellaun, Bopparder Straße 13, Haus Bretz

  1. Kurzer Rückblick - Stand der Projekte
  2. Veranstaltungen 2015
    2.1 Benefizfußballspiel im Sommer
    2.2 Veranstaltungskalender Kastellaun 2015
  3. Vereinsgründung? Syrienhilfe Vorderhunsrück e.V.?
  4. Flüchtlingscafé in Kastellaun - Stand der Dinge
  5. Verschiedenes

Wie immer freuen wir uns sehr auf Euer / Ihr Kommen!

Syrienhilfe Vorderhunsrück bei den "Bikers Hunsrück"

Bei der Jahreshauptkonferenz der Biker verkauft August von Dahl Motorradklamotten, eine Aktion zugunsten der Syrienhilfe

Und schließlich: Auch die Bikers Hunsrück lernen die Syrienhilfe Vorderhunsrück kennen!

Auf der Jahreshauptkonferenz der Bikers Hunsrück bot Karl-August von Dahl seine Motorradklamotten an (er fährt nicht mehr), zusammen mit dem Hinweis, dass der Erlös der Flüchtlingsarbeit zugute kommen solle.

Dabei hatte er ausreichend Gelegenheit, die Arbeit der Syrienhilfe Vorderhunsrück vorzustellen und auf die Dringlichkeit der Probleme hinzuweisen.

Auch hier zeigten sich die Teilnehmer großzügig: 120,00 € kamen zusammen, die noch am selben Tag an das UNO-Flüchtlingshilfswerk überwiesen werden konnten.

Danke!

Jugendkonferenz des evangelischen Kirchenkreises Simmern-Trarbach mit dem Thema „Ich bin fremd gewesen und ihr habt mich aufgenommen“

Junge Menschen aus der Region beschäftigen sich mit der Frage, was es heißt ein Flüchtling zu sein. Die Syrienhilfe war als Gast dabei.

Am 28. Februar 2015 fand im Evangelischen Gemeindezentrum Kirchberg die Jugendkonferenz des Evangelischen Kirchenkreises Simmern-Trarbach statt. In der Jugendkonferenz treffen sich alljährlich alle Haupt- und Ehrenamtlichen, die mit der Jugendarbeit im Kirchenkreis zu tun haben.

Dieses Jahr stand die Konferenz unter dem Motto „Ich bin fremd gewesen und ihr habt mich aufgenommen“.

Einen Nachmittag und Abend lang beschäftigten sich ca. 60 Menschen unserer Region mit der Frage, was es heißt, ein Flüchtling zu sein, und was wir, als „Gastgeber“, tun können.

Die Syrienhilfe Vorderhunsrück (vertreten durch Dahls und Dr. Berger) war eingeladen, an diesem Denk- und Lernprozess helfend teilzunehmen.

Im Vordergrund stand der Bericht über die Situation in Syrien und den umgebenden Flüchtlingslagern, aber auch die Lage der Flüchtlinge hier und ihre Aufnahme durch die Menschen des Rhein-Hunsrück-Kreises kamen zur Sprache: Eine Reihe fruchtbarer Gespräche, in denen vereinbart wurde, in Kontakt miteinander zu bleiben.

Jutta Dahl

Infoveranstaltung in Macken

Mitglieder der Syrienhilfe informierten und zeigten Bilder aus den Libanon

Am 11. Februar 2015 veranstalteten Elmar Konrath und Wilhelm Berger im Feuerwehrhaus in Macken einen Info- und Bilderabend. Schon zu Beginn der Veranstaltung um 19.30 Uhr war der kleine Saal mit ca. 25 interessierten Teilnehmern aus deren Heimatdorf gut gefüllt. Zuvor war der Holzofen angestocht und Getränke bereitgestellt worden. In den folgenden zwei Stunden konnten Konrath und Berger kurz über die Arbeit der Syrienhilfe in den letzten elf Monaten berichten und nochmals ihre Ziele darlegen.

Zentrum des Abends war die Illustration der Reise zu den Schulkindern im Bekaa (Libanon) mittels zahlreicher Fotos. Landeskundliche, geschichtliche und aktuelle Fakten zur Flüchtlingssituation begleiteten den Vortrag. Im Saal war die Betroffenheit über die Lage der Flüchtlinge, insbesondere die der Kinder, deutlich zu spüren. Der Abend klang im vertrauten Gespräch schließlich aus.

Wir von der Syrienhilfe freuten uns über das positive Echo und danken allen Teilnehmern.

Elmar Konrath und Wilhelm Berger

Neues von den Orienthelfern

Die Münchner Hilfsorganisation, von uns durch Spendengelder unterstützt, liefert Feldküchen für die Flüchtlingslager

Der Orienthelfer e.V. in München, den wir aufgrund seiner professionellen und effektiven Hilfe vor Ort (Nordsyrien, Libanon, Jordanien, Osttürkei) sehr schätzen und daher regelmäßig unterstützen (im Februar 2015 erneut mit 800 € aus Spendengeldern), konnte am 13. Februar 2015 von den Johannitern aus Bielefeld, Brandenburg, Bremen und Niedersachsen vier Feldküchen als Spende entgegennehmen. Damit können nun tausende von mittellosen Flüchtlingen im Norden des Libanon mit kostenlosem Essen versorgt werden, zudem sinkt die Brandgefahr in den Wohnzelten der Flüchtlinge. Für den Unterhalt der Feldküchen sorgt der Orienthelfer e.V. und sein libanesischer Partner IHR Beirut sowie Mukhtar Ali Badawi aus Rame.

Dies ist erneut ein Beispiel gelungener "Hilfsketten" und wichtiger Arbeitsteilung in der Flüchtlingsarbeit aus Deutschland heraus. Wir werden auch weiterhin über die Aktivitäten der Orienthelfer vor Ort berichten. Zudem ist für den Sommer eine weitere Reise (deren Finanzierung selbstverständlich durch private Mittel erfolgt) von Mitgliedern der Syrienhilfe Vorderhunsrück zu den Schulkindern im Bekaa geplant.

Einladung zum 12. Arbeitstreffen

Erstes Arbeitstreffen 2014

Montag, 9. Februar 2015 um 19 Uhr in der VHS Kastellaun, Bopparder Straße 13, Haus Bretz

In Vorbereitung das kommende Arbeitstreffen folgende Vorschläge für die Agenda bzw. die unseres Erachtens wichtigen Tagesordnungspunkte:

  1. Lichtbildvortrag Bekaa - Zeltschulprojekt - WB
  2. Deutschunterricht für Flüchtlinge - JD + VHS
  3. Rückblick
    3.1 Auftritte / Veranstaltungen
    3.2 Stand Projekt Feuerwehrauto - WB
    3.3 Stand Homepage - OS
  4. Verwendung des PKW in Buch / Verkauf?
  5. Benefizfussballspiel im Sommer - WB
  6. Flüchtlingscafé in Kastellaun - Stand der Dinge
  7. Fluktuation der Flüchtlinge

Wie immer freuen wir uns sehr auf Euer / Ihr Kommen!

Elmar Konrath

Ansprache auf dem Neujahrsempfang der Grünen

Syrienhilfe Vorderhunsrück stellt sich der Partei Bündnis 90 - Die Grünen Rheinland-Pfalz vor

Auf Initiative von Frau Lukas aus Nievenheim (Kreissprecherin der Grünen), konnte Wilhelm Berger am 31. Januar 2015 in Emmelshausen im Alten Bahnhof auf dem Neujahrsempfang der Partei Bündnis 90 - Die Grünen Rheinland-Pfalz in einer kurzen Ansprache unsere Initiative und ihr Anliegen vorstellen. Berger versuchte nach den Eindrücken und Erfahrungen seiner kurzen Libanonreise drei Wochen zuvor die Aufmerksamkeit vor allem auf die Lage der Flüchtlinge dort vor Ort zu lenken. Zu diesem Zweck wurde kurz die Situation im Bekaa Tal sowie die Initiative Schulinitiative Alphabet vorgestellt.

Anwesend waren insgesamt ca. 50 Personen. Neben der Staatsekretärin von Frau Ministerin Alt (sie selbst war durch einen Trauerfall leider verhindert) waren noch weitere Mandatsträger der Grünen anwesend. Passendes Thema waren die Flüchtlings- und Integrationsherausforderungen der jüngsten Zeit, aber auch das Thema Familie. Die Vorredner leisteten hierzu interessante und inhaltsvolle Redebeiträge. Auch Vertreter der Lokalpresse waren mit im Saal. An die Redebeiträge schloss sich ein entspanntes Zusammenstehen mit der Gelegenheit zum persönlichen Austausch an.

Insgesamt eine gelungene Veranstaltung.
Aus unserer Sicht erfreulich waren nicht nur neue Kontakte, sondern ganz praktisch auch spontane Spenden in Höhe von 140,- Euro.

Ausdrücklich möchten wir den Anwesenden auf dem Neujahrsempfang für ihre Aufmerksamkeit und ihr Interesse danken, besonders aber Frau Daniela Lukas aus Nievenheim, die unser Auftreten dort ermöglicht hat.

Wilhelm Berger, 1. Februar 2015

Syrienhilfe Vorderhunsrück arbeitet dem Orienthelfer e. V. zu

Feuerwehrautos und Krankenwagen zur Überführung nach Syrien gesucht

Um die Orienthelfer bei der Suche nach Feuerwehrautos und Krankenwagen für Syrien zu unterstützen, schrieben Mitglieder unserer Initiative in einer arbeitsintensiven Briefkampagne etliche Feuerwehren der Region (Umkreis von Köln, Trier, Frankfurt) bis hin zu kleinen Feuerwehren in der Umgebung an und warben für das Anliegen. Ein zweiter Brief an die betroffenen Bürgermeister vertiefte unsere Anfrage. Außer einem Angebot der Feuerwehr Simmern, die ein leider nicht zweckentsprechendes Fahrzeug anbot (trotzdem herzlichen Dank für das Angebot!), gab es bis jetzt noch keine Offerte.

Wir geben nicht auf und suchen weiter nach Rettungsfahrzeugen oder TLF für Syrien!

Wenn SIE Ihre Kontakte nutzen wollen und uns bei der Suche nach einem TLF oder Rettungsfahrzeug oder auch Ausrüstungsteilen unterstützen können, freuen wir uns sehr über Ihre Kontaktaufnahme.

Schüler der Straßmannschule in Boppard übergeben Spende an Syrienhilfe

Einnahmen des Schülerweihnachtsbasars kommen der Flüchtlingshilfe im Vorderhunsrück zugute

Am 21. Januar 2015 konnte sich die Syrienhilfe Vorderhunsrück, vertreten durch Wilhelm Berger, persönlich bei den Schülern der Straßmannschule (Realschule Plus) in Boppard für die Spende aus Einnahmen des Schülerweihnachtsbasars bedanken. Die Schülerschaft hatte der Syrienhilfe den schönen Betrag von 450,- Euro zur Verfügung gestellt. Zu diesem Zweck hatte die Lehramtsanwärterin Frau Lea Kremer die 6. Schulstunde für das Zusammentreffen aller Klassensprecher sowie des ebenfalls interessierten Ethikkurses mit Herrn Berger reserviert.

Ebenfalls anwesend waren weitere drei Lehrkräfte des Kollegiums. Wilhelm Berger hatte in den folgenden 40 Minuten, nach entsprechender Würdigung des Einsatzes der Schüler, Gelegenheit, die Entstehung und Arbeitsweise der Syrienhilfe darzustellen. Durchgeführte Projekte wurden kurz skizziert, auf die Lage der Flüchtlinge hier auf dem Hunsrück und vor Ort in Syrien kurz eingegangen. Abschließend stellte Berger den Schülern noch das Zeltschulprojekt Alphabet im Libanon vor. Anschaulich wurde es für die Schüler auch durch aktuelle Photaufnahmen aus dem Bekaa Tal, die Berger zwei Wochen vorher auf einer Kurzreise in die Region machen konnte.

Am Ende der sehr informativen und lebendigen Veranstaltung hatten die Schüler einen kurzen Einblick in die Flüchtlingsarbeit der Syrienhilfe Vorderhunsrück erhalten.

Zuletzt wurde nochmals photographisch für die Schülerzeitung die Überreichung eines entsprechenden Schecks festgehalten. Zudem ließ die Syrienhilfe Infomaterial über sich selbst und auch den Orienthelfer e. V., sowie das Buch Syrien - Hintergründe, Analysen, Berichte im Lehrerkolleg auslegen.

An dieser Stelle sei nochmals ausdrücklich Frau Kremer und den anderen Lehrkräften gedankt, die diese Schulstunde ermöglicht hatten .

Wilhelm Berger, 28. Januar 2015

Fahrt in den Libanon zur Übergabe von Spenden an Schulkinder

Libanonreise 2014

Wilhelm Berger berichtet von seiner 36-stündige Reise zu den Flüchtlingslagern im Bekaa-Tal

Ich möchte hier zusammengefasst meine Eindrücke meiner 36-stündigen Reise in den Libanon, genauer gesagt zu den Flüchtlingslagern im Bekaa-Tal, wiedergeben. Ein guter Freund und ehemaliger Kollege - selbst Syrer und in herausragender Weise an der Hilfe für Flüchtlingskinder beteiligt - hat diese sehr kurzfristig angesetzte Reise ermöglicht.

Ziele und Erwartungen

Die Ziele und Erwartungen unsererseits / meinerseits waren:

Die Fahrt

Ankunft am Sonntagabend, den 11. Januar nach ca. vierstündigem Flug. Anschließender Besuch von syrischen Freunden in Beirut, die selbst alles verloren hatten und sich eine neue Existenz aufbauen. Entspannung im Hotel, Planung des nächsten Tages, der voll werden sollte, kurzer Spaziergang am Hafen und Innenstadt. Beirut wirkt sicher. Trotzdem sind Checkpoints und Sicherheitskräfte deutlich präsent. Es herrscht doch eine gewisse gespannte Aufmerksamkeit. Auch die Narben des Bürgerkriegs sind immer noch sichtbar, wenngleich vieles neu erstanden ist.
Aufbruch am 12. Januar um 9 Uhr. Aufgrund der Wetterverhältnisse (50-60 cm Neuschnee im Libanon, 30-40 cm in der Bekaa-Ebene in ca. 1.100-1.200 Metern Höhe) mit geländegängigem Fahrzeug . Strahlender Tag, 12 Grad in der Innenstadt, orientalischer Verkehr und orientalische Fahrweise von Mahmud, unserem Fahrer. Eingepackt sind unsere drei großen Koffer, zwei Taschen und ein Rucksack mit den gespendeten Wintermützen, Schals und Handschuhen. Dazu viele andere Gebrauchsgüter für die Kinder. Wir holen in der Innenstadt Nasrim ab, Mitinitiatorin dieses Schulprojekts "Alphabet" in den Flüchtlingscamps. Dann geht es hoch. Die Außenbezirke Beiruts liegen bereits auf 700 Metern ,der Anstieg ist enorm. Lief anfangs noch das Tauwasser in Strömen die Straße hinunter, ist es hier oben schon dicht verschneit. Schneeberge links und rechts, Lastwagen quälen sich mit bereits angelegten Schneeketten die Berge hoch. Vor zwei Tagen war alles noch unpassierbar - wir befinden uns auf der Hauptachse Beirut - Damaskus. Vor uns uns links seitlich türmt sich der schneebedeckte Libanon, unter uns im Sonnenglanz die Stadt am Meer, dazwischen Palmen, Zedern, Pinien. Wir selbst im chaotischen Verkehr.
Nach gut einer Stunde haben wir die Passhöhe (1.750 Meter) erreicht. Der Checkpoint - schwer bewacht – lässt erstmals den Ernst der Lage erahnen. Herrlicher Blick vom Libanon auf die Wolkendecke des Bekaa und den in der Ferne aufschimmernden Antilibanon. Schnee türmt sich links und rechts - zähflüssiges Vorankommen. Nach einer weiteren Stunde ist das erste Camp auf schneebedeckten, häufig mit Tauwasser gefüllten Schlaglöchern erreicht. Dazwischen verlassene Gehöfte, kleine Städte, orientalisch buntes Straßenbild und: überall Flüchtlinge. Meist Ältere und Kinder, Kleidung gerade noch ausreichend bis unzulänglich. Die Armut springt uns ins Gesicht.
Die Camps wie an der Perlenschnur. Zelte verstärkt durch Pappe, Lattengerüste, Autoreifen, Schnüre, manche mit Ofenrohr, vereinzelt Satellitenschüsseln. ca. 500 bis 1.000 Einwohner. Stromanschluss ist da, Frischwasserversorgung schwierig, Abwasserentsorgung noch schwieriger. Und überall Kinder, Kinder und nochmals Kinder. Sprudelnd, fröhlich und doch dann beim Besuch in der Schule mit dem Ernst, der sie fast erwachsen sein lässt. Dazwischen viele Jugendliche. Dann die Betagten, zerfurcht , resignativ zum Teil müde. Hoher Schnee und strahlendes Licht lässt alles milder erscheinen als es ist. Die Konfrontation mit den Kindern ist für mich emotional einschneidend. Ihre Begeisterung im Schulzelt, ihre Neugier, ihr Ernst, ihre Fröhlichkeit trotz allem. Große Freude über die bunten Wintersachen, die wir Camp für Camp verteilen (nur sieben Camps werden geschafft, Notizen über die Bedürftigkeit der Familien, der Rest wird von den Mitarbeitern und Lehrern verteilt werden).

Zum Projekt

Im Herbst 2012 beschließen wenige Privatpersonen mit privat aufgebrachtem Kapital aus Deutschland und Libanon eine erste Initiative, um Schulunterricht vor Ort zu organisieren. Auslöser ist die rasch zunehmende Kinderarbeit in den Camps. Man startet mit 20 Kindern in einem ersten Schulzelt direkt im Camp. Unterricht erteilen die ebenfalls flüchtigen Lehrer aus Syrien, sonst ohne jede Perspektive (Gehalt 200 Dollar im Monat). Prinzip ist ein überkonfessioneller Unterricht in gemischten Klassen, möglichst bis zum 10. Schuljahr. Die Initiative wird von allen Beteiligten sehr gut angenommen und vergrößert sich rasch. Inzwischen werden 940 Kinder in ca. 20 Schulzelten (vier durch die Schneelast aktuell zerstört) von 17 Lehrern unterrichtet. Drei Mitarbeiter vor Ort sorgen für die Infrastruktur. In kleinen gemieteten Räumen wird das Schulbedarfsmaterial gelagert. Vier gebrauchte Renault Kangoo sorgen für Transport und Vernetzung. Inzwischen gehen 36 Kinder auf weiterführende Schulen in Beirut! Weitere Lager bitten um Einrichtung ähnlicher Modelle. Das Projekt soll ausgeweitet werden.

Schlussfolgerungen

Einmal gibt es für den Verfasser ganz private Konsequenzen aus dem Erlebten, was nicht so schwer nachvollziehbar ist. Ganz allgemein jedoch: die Lage der Flüchtlingskinder und ihrer Familien muss dringend Schritt für Schritt verbessert werden. Dazu reicht vor Ort zunächst der relativ bescheidene Einsatz von Mitteln mit überwältigender Wirkung. Dies muss Ziel jeder wirksamen Hilfe sein! Die Front zum Extremismus und zur mentalen Zermürbung beginnt im Kopf und in der Seele der Kinder. Wir hier in Europa müssen, wenn schon nicht aus humanitären Überlegungen heraus (was selbstverständlich sein sollte), so doch aus reinem Eigennutz ein hohes Interesse daran haben, diese Generation sozusagen "in die Schule zu retten", ihre Köpfe zu retten - sonst werden dies ganz andere Kräfte tun. Das sind wir den Kindern zumindest schuldig. Meine persönlichen Anstrengungen werden sich darauf richten. Hilfe vor Ort - dort, wo es brennt - muss vorrangiges Ziel der Syrienhilfe sein. Die Wintermützen waren ein Anfang - und für die Kinder vor Ort ein sehr wichtiges Signal! Ich bereue keine Sekunde, dort gewesen zu sein.

Weitere Berichte zum Fortgang des Projekts werden folgen.

Wilhelm Berger