Über uns

Der Verein

Vorstand des Syrienhilfe Vorderhunsrück e .V.
Der Vorstand des Syrienhilfe Vorderhunsrück e. V. (Foto: Syrienhilfe Vorderhunsrück)

Der gemeinnützige Zweck der Syrienhilfe Vorderhunsrück steht seit dem ersten Treffen im Frühjahr 2014 im Vordergrund der aktiven Mitglieder unseres Arbeitskreises. Ziel unseres Engagements ist die Unterstützung der Krisenregion in und um Syrien, und die aktive Hilfe für die bei uns ankommenden Flüchtlinge. Diesem Ziel wurden wir im ersten Jahr des Bestehens durch vielfältige Unterstützung mit den gesammelten Geldspenden und durch tätige Flüchtlingshilfe hier bei uns, gerecht.

Immer wieder gab es Diskussionen ob eine Vereinsgründung erforderlich sei. Die Gemeinnützigkeit erleichtert das Werben um Spenden und macht es uns möglich, selbst steuerbegünstigende Quittungen dafür auszustellen. Ein Team erarbeitete im Mai 2015 den Entwurf der Gründungssatzung, der beim Treffen am 1. Juni 2015 diskutiert, vervollkommnet und verabschiedet wurde.

Die anschließende Wahl des Vereinsvorstands und seiner Beisitzer zeigte, dass sich die Arbeit auf mehrere Schultern verteilen wird. Dem neuen Vorstand gehören an:

  • Wilhelm Berger als Vorsitzender
  • Okka Senst als stellvertretende Vorsitzende
  • Elmar Konrath als Schatzmeister
  • Karl-August von Dahl als Schriftführer
  • Brigitte Dietrich Trauth, Gerlind Hentschel, Werner Link, Norbert Barth, Dieter Rüdiger als Beisitzer

Die Arbeitsgruppe

Die Initiativgruppe der Syrienhilfe Vorderhunsrück
Die Initiativgruppe: August v. Dahl, Jutta v. Dahl, Wilhelm Berger, Elmar Konrath (Foto: Syrienhilfe Vorderhunsrück)

Die Arbeitsgruppe besteht aus derzeit ca. 100 Personen, die sich in einem E-Mail-Verteiler sowie monatlichen Arbeitstreffen austauschen. Die Mitstreiter nehmen in mehr oder weniger großem Umfang an Diskussionen teil. Außerdem sind sie durch die aus dem Verteiler gewonnenen Informationen wertvolle Multiplikatoren für unser Anliegen. Auch Hauptamtliche aus den verschiedenen Ämtern, Kirchen und karitativen Gruppen sowie politische Amtsträger erfahren so, was unsere Initiative beschäftigt und woran wir arbeiten.

Zu unseren monatlichen Arbeitstreffen im Haus Bretz in Kastellaun kommen in der Regel ca. 25 Teilnehmer. Hier findet ein Austausch zu aktuellen Fragen der Hilfe für Syrien und die Flüchtlingslager statt.

In großem Umfang stellen wir auch ein Netzwerk für die Helfer der regionalen Flüchtlingsgruppen bereit und tauschen uns zu allgemeinen Fragen der Flüchtlingshilfe hier bei uns auf dem Vorderhunsrück aus.

In den einzelnen Dörfern und Städten der Region sind dort, wo schon Flüchtlinge untergebracht sind, örtliche Initiativen entstanden, die oft bei uns präsent sind und so für Vernetzung und Zusammenarbeit sorgen.

In einzelnen Projekten organisieren Mitstreiter Hilfs- und Spendenaktionen, so dass wir anschließend gemeinsam über die Verwendung der Gelder entscheiden können.

Warum wir uns engagieren

April 2014

Hintergrund unserer Bemühungen ist die sich seit Monaten zuspitzende humanitäre Lage für eine anschwellende Anzahl von Flüchtlingen aus Syrien heraus und auch innerhalb Syriens.

Inzwischen liegen zahlreiche Berichte der Medien, aber auch diverser Hilfsorganisationen, vor. Demnach stellt sich die Lage vor Ort in den betroffenen Nachbarländern Libanon, Jordanien, Irak und der Türkei inzwischen als dramatisch dar. Allein der kleine Libanon mit 4 Mill. Einwohnern muss bis dato mit inzwischen 1,2 Mill. Flüchtigen zurechtkommen. Nicht viel anders in Jordanien und der Türkei. Die regionalen Armenhäuser Libanon und Jordanien sind längst gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Zerreißproben ausgesetzt, Libanon selbst ist unmittelbar von Bürgerkrieg bedroht. Ungleich katastrophaler ist die Lage der Binnenflüchtlinge im Land selbst, die auf 2-3 Mill. geschätzt werden.

Angesichts dieser humanitären Lage vor Europas Toren scheint den Organisatoren dieser ersten Aktion weder die Notlage und Hilfsbedürftigkeit in unserer Bevölkerung, - noch weniger in der Politik -, ausreichend diskutiert, noch scheinen uns die aus und von Deutschland getragenen Hilfsmaßnahmen angesichts wöchentlich wachsenden Elends in und um Syrien ausreichend. Ein inzwischen auf 10.000 Flüchtlinge aufgestocktes Kontingent (wovon ca. 1.700 Personen eingetroffen sein sollen), kann nur ein erster Schritt sein.

Tätige Organisationen vor Ort, die ev. Kirche und nicht zuletzt unser Bundespräsident fordern seit Monaten erheblich mehr Anstrengungen!

Januar 2015

Im Jahr 2014 hat sich die Situation in den Krisengebieten deutlich verschärft. Syrien ist jeden Tag in den Medien. Die Aufmerksamkeit für den Kampf gegen das Assad Regime wird deutlich überlagert durch die Gewalt der IS (Islamischer Staat) gegen die Bevölkerung. Die Flüchtlingsproblematik verschärft sich dramatisch, die angrenzenden Länder haben die „Grenzen dichtgemacht“. Für Syrer führt - ebenso wie für andere Flüchtlinge - der Weg fast nur über das Mittelmeer. Krisen und Problemherde sind neben Syrien aber auch andere Länder der Region, ebenso viele afrikanische Staaten. Verfolgt aus religiösen und politischen Gründen sind Millionen Menschen in weiteren Regionen. Es gibt nun weltweit mehr Flüchtlinge als nach dem 2. Weltkrieg, das UN HCR ist nach Medienberichten für ca. 47 Millionen Menschen zuständig. In der ersten Jahreshälfte 2014 mussten demnach 5,5 Millionen Menschen fliehen. Davon ca 1,4 Millionen Menschen über internationale Grenzen, alle anderen im jeweils eigenen Land.

Aus den Flüchtlingslagern im Libanon und der Türkei sind „Städte“ geworden. Es gibt wenig Hoffnung, dass diese sich zeitnah auflösen können. Schulen und Krankenhäuser mussten errichtet werden, die gesamte Infrastruktur neu aufgebaut. Es fehlt auch an Feuerwehrfahrzeugen, Müllautos, Sanitätswagen. Hieraus entstand auch unser Wunsch, die Orienthelfer zu unterstützen und zu versuchen, aus unser Region ein Fahrzeug zu besorgen und durch die Orienthelfer ins Krisengebiet zu vermitteln.

Bei uns in Deutschland ist das erste „Kontingent“ von 10.000 Flüchtlingen aus Syrien eingetroffen. Diese Menschen mussten keine Fluchtwege suchen, sondern durften legal einreisen und haben sofort ein (begrenztes) Aufenthaltsrecht und ein Anrecht auf einen Integrationskurs. Ebenso dürfen sie hier arbeiten. Ein zweites Kontingent von 10.000 Menschen wurde im Juni 2014 bewilligt. Diese sind aber größtenteils noch nicht „ausgewählt“, d. h. viele Menschen hoffen noch auf eine sichere Ausreise.

Bei uns im Rhein-Hunsrück-Kreis ist nach unserem Wissen nur eine syrische Großfamilie aufgenommen worden. Ein Mitglied unserer Initiative hat diese Menschen bei sich in Buch untergebracht. Für die nachkommende Tochter mit Mann und Kind wurde eine Wohnung in Todenroth gefunden. Ein Helfernetzwerk erleichterte den Menschen den Start in der neuen Umgebung:
Alle anderen Flüchtlinge müssen ihre Flucht selbst in die Hand nehmen und falls sie es schaffen, nach Deutschland zu kommen, hier Asyl beantragen.

Nachdem die Aktiven unserer Initiative im Sommer merkten, dass nicht die wenigen Syrer mit „Aufenthaltstatus“ die große Herausforderung werden, sondern die viele Flüchtlinge, die im Laufe des Jahres bei uns eingetroffen sind, haben sich einzelne Personen in den jeweiligen regionalen Zusammenhängen als Helfer eingesetzt.

Für den hinteren Hunsrück hat sich im Sommer das Café International als Anlaufpunkt installiert, wo auch etliche Mitstreiter unsere Initiative mit Hilfsangeboten andockten. Es ging zunächst um Beschaffung einer Grundausstattung mit Kleidung, Wäsche und Haushaltsausrüstung. Die von der Kreisverwaltung zur Verfügung gestellten Unterkünfte sind in der Regel nur mit dem Allernötigsten ausgestattet. Von Fahrrädern bis hin zu Schulranzen für die direkt schulpflichtigen Kinder: ganze Transporte gingen in die Region des Hunsrücks, in der mit Abstand die meisten Asylbewerber untergebracht sind.

In einzelnen Dörfern und Städtchen der Region haben sich Menschen aus unserer Initiative zu Helferteams zusammengeschlossen und sehen sich jeden Tag neuen Herausforderungen gegenüber. Es gibt sehr positive Beispiele von Integration der Neuankömmlinge und zusammengewachsenen Dorfgemeinschaften, die bereit sind, Menschen bei sich aufzunehmen.

Die Syrienhilfe Vorderhunsrück hat zum Ende des Jahres 2014 ca. 100 Menschen in ihrem E-Mail-Verteiler, so dass aktuelle Informationen, Hilfsanfragen und Arbeitstreffenprotokolle einen großen Kreis erreichen. Eine Zusammenarbeit in wichtigen Fragen mit der bislang mit der Wohnraumvergabe betrauten Kreisverwaltung in Simmern und verschiedenen kirchlichen und sozialen Trägern trägt Früchte. Wir lernen täglich Neues und entwickeln gemeinsam Strategien, um Flüchtlinge nicht nur als Herausforderung, sondern auch als Bereicherung für unseren Kreis zu erleben.

Wie es weitergeht

Unser Engagement für die Flüchtlinge erfolgte ehrenamtlich und ersetzt leider auch häufig bezahlte Arbeit. Wir hoffen, dass Behörden und Politiker in vielen Bereichen hauptamtliche Strukturen schaffen werden. Wir übernehmen zur Zeit aus der Not heraus viele Aufgaben einer Flüchtlingssozialarbeit.

Vom Fahrdienst zur Tafel und zu Behörden, ausgeprägter Beschäftigung mit Antragsverfahren und den entsprechenden Verfahren und Gesetzen, ehrenamtlichem Sprachunterricht, Spendenaktionen für Erfüllung des „über das Einfachste hinausgehenden Bedarfs" (Fahrräder, Fernseher,...) - überall engagieren sich freiwillige Helfer.

Der gute Kontakt zu den Mitarbeitern der Kreisverwaltung (durch tägliche Begleitfahrten mit Asylbewerbern und häufige Telefonate) kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass auch diese zur Zeit überlastet sind mit der Zahl der Ankommenden, und dringend auch mehr Unterstützung bräuchten.

Wenn ab Sommer diesen Jahres ein Teil der Aufgaben auf die Kreisverwaltungen verlagert wird, muss insbesondere in den Gemeinden, in denen bisher fast noch keine Asylbewerber untergebracht sind, dringend eine entsprechende Infrastruktur geschaffen werden, um diesen Aufgaben gerecht zu werden. Wir bemühen uns schon jetzt um Kontakt zu den Amtsinhabern und hoffen auf gemeinsame Vorarbeit.

Aktuelle Projekte

Es gibt immer wieder aktuelle Projekte, an denen wir konkret arbeiten und für die wir konkrete Unterstützung suchen.

Aktuelles aus unerer Arbeit

Vielfältige Themen beschäftigen uns in unserem Engagement

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Ich wette......

.....dass nicht einmal jeder dritte Leser dieser Nachricht 10 Euro gibt...oder doch?

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Verzweiflung in Syrien wächst – Hilfe vor Ort aufrechterhalten

Brief von Karsten Malige, Vorsitzender des Vereins SyrienHilfe e.V. Baden( dessen Projekte die Syrienhilfe Vorderhnsrück e.V.auch unterstützt)

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1000 Euro für „Syrienhilfe Vorderhunsrück e.V

Unterstützen Sie unsere Syrienhilfe Vorderhunsrück e.V. Mit Ihrer Stimme können Sie uns eine Spende in Höhe von 1.000 Euro sichern.

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Veranstaltungen

Die Syrienhilfe Vorderhunsrück präsentiert sich immer wieder auf verschiedenen Veranstaltungen in der Region.

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Weihnachtsmarkt 2018

Syrienhilfe unermüdlich und erfolgreich

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Stadtfest in Kastellaun 2018

Syrienhilfe Vorderhunsrück wieder mit vollem Einsatz dabei

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DAS SYRISCHE FLÜCHTLINGSDRAMA

MITTWOCH , den 14.11.2018 , um 19.00

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Regelmäßige Arbeitstreffen

Einmal im Monat treffen wir uns in Kastellaun zum Arbeitstreffen. Unter Aktuelles finden Sie die Einladung zum nächsten Treffen, zu dem auch Sie herzlich willkommen sind!

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Arbeitstreffen der Syrienhilfe Vorderhunsrück e.V.

am 21.11.16 um 19.00 im Hause Bretz ( I.Stock) Kastellaun ein .

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Großzügige Spenden aus dem In- und Ausland für die Syrienhilfe

verwendbar für Projekte im In-und Ausland

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Einladung zum Arbeitstreffen

Montag, 2. November 2015 um 19 Uhr in der VHS Kastellaun, Bopparder Straße 13, Haus Bretz

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Mitstreiter Wir alle setzen uns für Syrien ein. Cafe International

Sie möchten uns unterstützen?

Regelmäßige Arbeitstreffen

Einmal im Monat treffen wir uns in Kastellaun zum Arbeitstreffen. Unter Aktuelles finden Sie die Einladung zum nächsten Treffen, zu dem auch Sie herzlich willkommen sind!

Spenden

Sie möchten uns durch Geld- oder Sachspenden unterstützen?

Wir haben Erfahrungen und Tipps für die Unterstützung unserer Arbeit gesammelt:

Geldspenden

Die Syrienhilfe Vorderhunsrück nimmt Ihre Geldspenden gerne entgegen. Hier vor Ort kommen diese für unsere auf den Arbeitstreffen beschlossenen Projekte [Link] zum Einsatz.
Da wir auch den Helfern, die die Menschen in der Krisenregion rund um Syrien unterstützen, helfen möchten, leiten wir einen Teil unserer erhaltenen Spenden an eine Organisation weiter, die in den letzten Monaten viel positives Feedback für die außerordentlich effektive und direkte Hilfe erhalten hat: der Orienthelfer e. V. Ebenso geht ein Teil der Geldspenden an das UN HCR (Flüchtlingswerk der Vereinten Nationen).

So helfen WIR den Helfern.

Wenn Sie unsere Arbeit durch Geldspenden unterstützen möchten, finden Sie hier unsere Bankdaten:
Kontoinhaber: Syrienhilfe Vorderhunsrück e. V.
IBAN: DE91560517900112224639
BIC: MALADE51SIM

Ebenso können Sie die Helfer hier vor Ort direkt unterstützen:

Wenn Sie Menschen kennen, die sich im persönlichen Einsatz engagieren, fragen Sie diese, ob sie für aktuelle Projekte/Situationen Geldspenden brauchen.
Helfer kaufen oft aus eigenem Portemonnaie für konkreten Bedarf der Flüchtlinge ein. Sie haben teilweise hohe Spritkosten, kaufen Unterrichtsmaterial für ehrenamtlichen Deutschunterricht u.v.m. In der Regel gibt es für solche Ausgaben von offizieller Seite keine finanzielle Kompensation. Damit Helfer weiter helfen können, brauchen sie neben Unterstützung auch Geld.

So helfen SIE den Helfern.

Sachspenden

  • Bedarfsgerecht: Bitte geben Sie nur Spenden aufgrund konkreter Aufrufe ab, oder klären Sie vor Spendenabgabe den aktuellen Bedarf. In Ihrer Umgebung sind Ihnen keine Flüchtlingshelfer bekannt? Dann fragen Sie bei uns an.
  • Saisonal: Kleidung bitte nur für die aktuelle oder kommende Saison abgeben. Weder die Flüchtlinge noch die Helfer haben ausreichende Lagerkapazitäten.
  • Sauber: Bitte nur saubere und nicht zu alte Kleidung spenden. Um eine Chance auf Integration zu haben, müssen die Flüchtlinge ordentlich aussehen.
  • Alltagstauglich: Es wird in erster Linie sportliche, jugendliche Kleidung gesucht. Für elegantere Mode (Anzüge, Hemden, Röcke, ...) gibt es kaum Bedarf.
  • Schuhwerk: Sportliche und saisonale gut erhaltene Schuhe, auch Fußballschuhe werden bevorzugt gesucht.
  • Kinderausstattung: Regelmäßig werden gut erhaltene Kinderkleidung, Kinderwagen, Buggys, Schulranzen und Sporttaschen benötigt.
  • Kleidung: Der große Anteil der Flüchtlinge sind junge, schlanke Männer. Damenkleidung wird daher im Verhältnis weniger gebraucht. Ebenso besteht kein Bedarf an Männerkleidung in Größe XL oder größer.
  • Mobilität: Fahrräder werden für die Mobilität von Dorf zu Dorf benötigt. Die Räder bitte nur in fahrtüchtigem Zustand abgeben. Die ehrenamtlichen Helfer haben keine Zeit und Flüchtlinge keine Erfahrung, Werkzeug und Platz für Reparaturen.
  • Alternativen: Sollte es für Ihr Spendenangebot keinen Abnehmer geben, bieten Sie es bitte den Second-Hand-Läden (Caritas, AWO u.ä.) an. Werfen Sie Kleidung und Schuhe möglichst nur im Notfall in kommerzielle Container.