Klingend kulinarische Session zugunsten internationaler Ankömmlinge im Rhein-Hunsrück-Kreis
Gerlind Hentschel aus Buchholz hatte die Idee, sich musikalisch dem Thema "Flüchtlinge" zu nähern. Schon zum zweiten Mal lud sie viele Freunde zum Essen, Trinken und Musikmachen ein, darunter auch Mitglieder der Syrienhilfe Vorderhunsrück.
Die Gäste verbrachten einen wundervollen Tag mit viel Musik (von Mozart bis mazedonischer Folklore), aber auch reichlich Zeit für Informationen über das, was die Syrienhilfe Vorderhunsrück bewegt, bis hin zu konkreter Hilfestellung („An wen kann ich mich wenden, wenn ich mithelfen will?“).
Gastgeberin Gerlind Hentschel (Cello) und ihr Sohn Johannes (Akkordeon), zwei wirkliche Vollblutmusiker, ebenso wie ihre Gäste Isabelle Roger auf der Geige und Gerwin Rodewald, der Spezialist für Oboe und Fagott, nahmen ihre Zuhörer so richtig in ihren Bann.
Auch die Literatur fand einen Platz durch Hilarion, der aus seinem Buch „Auf Teufel komm raus“ las und die Zuhörer mit seinen geistreichen Wortspiel-Texten faszinierte.
Das anschließende gemeinsame Musizieren und Singen war ein wirkliches Erlebnis und rundete den musikalischen Tag ab.
Gut sichtbar stand in der Mitte des Esszimmers die Spendenkiste, die abends gut gefüllt war. Bei den beiden Brunchs, die bisher stattgefunden haben, kamen insgesamt 700 € zusammen. Danke!
Wir freuen uns, dass die IGS uns mit so einem Engagement unterstützen will
Am Freitag, dem 18. September 2015, findet um 19:30 Uhr die Benefizveranstaltung „Alle in einem Boot“ in der Aula der IGS Kastellaun statt.
Die beiden engagierten IGS und Schüler Kiara Titze (10d) und Manuel Utsch (13e) haben die Veranstaltung aus Eigeninitiative ins Leben gerufen und geplant.
Für ein abwechslungsreiches Programm ist gesorgt: Die Besucher erwartet ein buntes Programm einzelner Schülerinnen und Schüler mit Musik- und Gesangsvorträgen,
Gedichtvorträge und Schauspielvorträge. Die bekannte Band MAC tritt ebenfalls auf. Weiterhin findet eine Kunstauktion statt, bei der Bilder sowie
ein von Edgar Reitz signierter Bildband „Die andere Heimat“, versteigert werden.
Den Abend selbst dürfen alle Besucherinnen und Besucher ohne Eintritt genießen, über eine freiwillige Spende
würden sich die Verantwortlichen jedoch sehr freuen.
Der gesamte Erlös des Abends geht an die „Syrienhilfe Vorderhunsrück“.
In Vorbereitung für unser nächstes Treffen - wie immer im Haus Bretz (VHS) in Kastellaun - am kommenden Montag, den 14.09.2015 findet/n ihr/Sie unsere Vorschläge für die Agenda bzw. die unseres Erachtens wichtigen Tagesordnungspunkte:
TOP 1) kurzer Rückblick - Stand der Projekte (Vereinsgründung, Kasse, Café)
TOP 2) aktuelle Situation in Deutschland und im Krisengebiet - Positionierung e.V.
TOP 3) Veranstaltungen 2015?
TOP 4) Aktivitäten der IGS zugunsten der Syrienhilfe
TOP 4) Verschiedenes
Wie immer gilt: wir freuen uns sehr auf euer/Ihr Kommen!
Zusammenarbeit mit der Jugendkirche erleichtert die Spendenanlieferung und Verteilung
Kleiderkammer für Flüchtlinge eingerichtet
In unmittelbarer Nähe zum Crossport to Heaven, der Jugendkirche auf dem Flughafen Hahn, sind zur Zeit ca. 670 Flüchtlinge in einem Camp untergebracht. Zahlreiche Helfer des DRK kümmern sich dort um das Wohlergehen dieser Menschen. Deren Engagement wollen die ehrenamtlichen Helfer der Jugendkirche unterstützen und den Flüchtlingen helfen. So ist eine nachbarschaftliche Zusammenarbeit entstanden. Albrecht Neumüller, verantwortlich für die Zeltstadt des Roten Kreuzes, und Clemens Fey, verantwortlich für Crossport to Heaven, haben verschiedene Maßnahmen und Aktivitäten vereinbart. Ganz unkompliziert und auf die Hilfe für die Menschen ausgerichtet, suchen sie nach Lösungsmöglichkeiten.
So räumten die zahlreichen Helfer des DRK deren beengte Kleiderausgabe aus, die das Crossport-Team dann, in den Gruppenräumen verteilt, wieder aufbaute. Begeistert waren sie von den zahlreichen Kleider- und Spielzeugspenden der vergangenen Tage, die alleine schon die jeweiligen Räume befüllten. Hilfreich waren dabei die gespendeten Regale und Boxen von Möbel Preiss und Brohlwellpappe. Trotzdem herrschte zu Beginn ein geordnetes Chaos. Doch die Kirchenbänke halfen bei der Sortierung der Schuhe ebenso wie alle anderen Ablagemöglichkeiten, die sich in dem ehemaligen Produktionsgebäude finden ließen. Auch der Spaß kam nicht zu kurz. Mit Humor schafft es sich schneller, war die Devise.
Für Männer-, Frauen- und Kinderbekleidung sind jeweils getrennte Räume entstanden. Clemens Fey ist begeistert, wie die Menschen aus dem Hunsrück Anteil am Schicksal der Menschen nehmen und im Rahmen ihrer Möglichkeiten selbstverständlich helfen wollen. Auch die Zusammenarbeit mit den Helfern des Camps des Arbeiter-Samariter-Bundes in der Landespolizeischule und deren Mitarbeitern ist für Fey selbstverständlich.
Eröffnet wird die Kleiderausgabe für das Camp am Freitag, den 4. September 2015 ab 15 Uhr. Die Helfer des DRK haben Erfahrungen gesammelt, wie die Kleiderausgabe am Besten zu organisieren ist. Diese geben sie gerne weiter. Diesen Ablauf müssen die Ehrenamtlichen im Crossport erlernen. Für die dreimal wöchentliche Ausgaben, montags, mittwochs, freitags von 15 bis 18 Uhr, werden für die kommenden Monate ehrenamtliche Helfer gesucht. Auch für die Umgestaltung der Räume zur weiteren Nutzung, sind Helfer und Ideen willkommen.
Das Rote Kreuz wird weiterhin die Kleiderkammer mit gesammelten Kleidern unterstützen. Wer Kleidung, Koffer, große Taschen oder Kinderspielzeug abgeben möchte, kann diese bei den ehrenamtlichen Helfern abgeben wie z. B. bei Barbara Evers in Woppenroth, oder sie zu den Öffnungszeiten der Pfarrbüros abgeben.
Parallel zu diesem Umbau wurde an anderer Stelle auch Platz geschaffen. Damit die ärztliche Versorgung in einer geschützteren Atmosphäre erfolgen kann, räumte das Crossport Team einen Raum leer. Diesen wird Dr. Ulrike Alpers, die sich in die medizinischen Versorgung ehrenamtlich einbringt, nutzen können.
Rotes Kreuz und das Crossport Team werden weiterhin eng zusammenarbeiten und sich gegenseitig unterstützen. Wer dies unterstützen möchte, weitere Angebote ermöglichen möchte oder sich in die Vorbereitung der Taizégebete einbringen will, nutze auch die zentrale Anlaufstelle für alle anderen freiwilligen Helfer:
Pfarrhaus in Sohren, Ursula Meinhardt Tel. 06543 2020 E-Mail
500 Euro Spende ermöglicht neue Projekte und Unterstützung für Flüchtlinge
Der kleine Hofladen in Neuerkirch ist eine beliebte Adresse für ernährungsbewusste Menschen und Liebhaber des unverfälschten Geschmacks. Im Angebot finden sich biologisch angebaute Gemüsesorten aus der Region, aber auch reizvolle Exoten wie etwa abessinischer Kohl und rote oder blaue Kartoffelspezialitäten. Auf zwei Hektar Freiland und in fünfhundert Quadratmetern Folientunnel wird eine erstaunliche Artenvielfalt angebaut, frei von Chemie und Gentechnik.
Jetzt konnten die Betreiber des Projekts, Ragna und Basti Stemmer, ihr zehnjähriges erfolgreiches Bestehen feiern. Dazu hatten sie auf ihren Acker eingeladen und ein vegetarisches Buffet vorbereitet. Aus diesem Anlass wurde der Syrienhilfe Vorderhunsrück eine beeindruckende Geldspende in Höhe von 500 Euro überreicht.
Die Flüchtlingshelfer und -helferinnen bedanken sich ganz herzlich.
Auch die Jüngsten engagieren sich für die Kinder in den Flüchtlinglagern
Nachdem die Schüler der 2. und 3. Klasse der Waldorfschule Kastellaun von der Not der Kinder in den Flüchtlingslagern in der Bekaaebene im Libanon hörten, wollten auch sie ihren Beitrag zur Unterstützung leisten. Die Bilderfolge beschreibt sehr schön, wie das Engagement aussah.
Benefizfußballspiel "Doppelpass" in Kümbchen war ein großer Erfolg - Hunsrücker Mannschaft gewinnt mit 6:3
Großen Einsatz auf allen Seiten gab es am Sonntag, dem 19. Juli bei einem Fußballspiel in Kümbdchen. Das von der Syrienhilfe-Vorderhunsrück organisierte Benefizspiel zwischen einer Auswahl der Flüchtlinge aus dem Kreis und der Jugendmannschaft des JFV Rhein-Hunsrück war nicht nur ein sportliches Ereignis, sondern auch ein interessantes Forum für Helfer und Interessierte.
Asylbewerber aus dem gesamten Rhein-Hunsrück-Kreis hatten unter Trainer Besha in den letzten Monaten zusammen eine Mannschaft gebildet und trainiert. Auch für die ehrenamtlichen Unterstützer war es eine große Herausforderung das gemeinsame Training zu ermöglichen und die Spieler zu den Treffen zu fahren.
Das kulinarische Rahmenprogramm mit internationalen Spezialitäten, Grillstand sowie Kaffee und Kuchen machte den Nachmittag zu einem Begegnungsfest, der Infostand der Syrienhilfe ermöglichte die Information zu verschiedenen Themenbereichen der Hunsrücker Flüchtlingshilfegruppe.
In der ersten Halbzeit des Spiels ging die Flüchtlingself schnell in Führung, die ihnen dann von den Hunsrücker Spielern schnell streitig gemacht wurde. Nach der Halbzeit gelang dem jungen Eritreer David aus Liesenfeld ein souveräner Foulelfmeter, so dass mit 3:3 weitergespielt wurde. Die große Kreativität, die bei der Unterstützung der Flüchtlinge in unserem Kreis von den Helfern jeden Tag gefordert ist, war bei diesem Spiel auch in der Umkehrung sichtbar. Die Hunsrücker Jugendmannschaft war an diesem Sonntag personell schwach aufgestellt. Kurzentschlossen wurde auch dieses Team in der 2. Halbzeit von den zwei jungen Flüchtlingsspielern Ylli und Redi aus der Verbandgemeinde Emmelshausen ergänzt. Durch ihre Erfahrenheit im Zusammenspiel mit der guten Kondition und dem regelmäßigen gemeinsamen Training der Hunsrücker ging so diese Mannschaft in Führung und gewann das freundschaftliche Match mit einem 6:3!
Das allseitige Fazit nach diesem Tag: „Gewonnen haben wir alle: Erfahrungen im Miteinander, nette neue Kontakte und Informationen und einen rundum spannenden und gelungenen Sonntag Nachmittag auf dem Sportplatz“
Die Syrienhilfe Vorderhunsrück freut sich über die eingenommen Spenden, um weiterhin Projekte in den Flüchtlingslagern rund um Syrien und die Initiativen hier bei uns unterstützen zu können.
Der 11er Religionskurs von Lehrerin Esposito hörte sich interessiert die Schilderungen der ehrenamtlichen Flüchtlingsbetreuer Christoph Pies und Brigitte Dietrich-Trauth an. Die SchülerInnen stellten Fragen zu Asylverfahren und zu Fluchtursachen.
Anwesend waren bei dieser Informationsrunde auch Flüchtlinge aus Eritrea, Zentralfrika und Mazedonien. Mit ihnen konnten sich die SchülerInnen auf Deutsch, Englisch oder Französisch unterhalten und erfuhren so aus erster Hand, was die Menschen zur Flucht bewegte und wie es ihnen nun geht. Alle Flüchtlinge sind sehr dankbar, dass sie hier ohne Angst leben können, ganz besonders auch deshalb, weil man sich hier um sie kümmert und ihnen auch Sprachkurse ermöglicht.
Seitens der SchülerInnen kamen Ideen, wie sie sich als HelferInnen einbringen könnten, z.B. Flüchtlingskindern in der IGS Nachhilfe geben oder Eindrücke von dem Begegnungshaus "Cafeterra" weitererzählen, ab und zu reinschauen, Hilfe anbieten, sich austauschen. Jede kleine Geste hilft Hemmschwellen abzubauen. Das ist schon sehr viel!